Mut! - Hartmut! - Viele Menschen lieben deine Werke, und nicht wenige ahnen ohnehin schon lange die Mystik, die dich und dein Schaffen umgibt!

 

Große Persönlichkeiten sagen, daß du mit deiner Berufung nicht mehr dir selbst, sondern der Allgemeinheit gehörst!

 

Du bist viel zu groß und genial, um dich weiterhin über die Anfeindungen und Mißgunst mancher Kleingeister und Neider zu ärgern. Neid muß man sich erst erkämpfen!

 

Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter!

 

Dein Name ist dermaßen prominent, daß man sagt: Würde er nicht Kuczewski heißen, müßte man diesen Namen für ihn erfinden!

 

Behalte weiterhin deine große Menschenliebe, sage dir aber: Ich kann nicht jeden zum Freund haben. Und ich will nicht jeden zum Freund haben! Laß dich vor allem von scheinbarer Größe nicht blenden: oft besteht die nur aus noch größerem Kleingeist!

 

Zeige deinen "heiligen Zorn" in deinen Werken - und vergeude dich nicht länger an hämische Zeitgenossen!

 

Wenn man Kuczewskis Werke kennt, seine sonore Stimme im Radio gehört hat, Besprechungen seiner Expositionen und Interviews in den Zeitungen gelesen hat, ihn im Fernsehen und in Kulturfilmen gesehen hat - und ihm eines Tages persönlich gegenübersteht -, ist man fast schon enttäuscht, wie "unkünstlerisch" der Meister im ersten Augenblick wirkt.

 

Seinem Habitus nach scheint er gerade von einer Baustelle zu kommen, die er als "Bauingenieur" inspiziert hat.

 

Kein grellfarbener Schal umgibt "malerisch" seine hohe kräftige Gestalt. Sein Haupt ist bar jeglicher und origineller Bedeckung, die sonst der Künstler Pflicht ist.

 

Seine breiten Schultern umhüllt weder Lammfell noch Samt und Seide. Ja, er "erfrecht" sich, nicht einmal eine Tabakspfeife zu besitzen noch wenigstens ersichtlich (!) sündhaft teuere Schuhe zu tragen.

 

Ministerpräsident Dr. Lothar Späth äußerte einmal über den Maler: "Kuczewskis Markenzeichen ist seine schlechte Garderobe!"

 

Und der "zweite Lothar" - nämlich Chefredakteur Lothar Beier, Ehingen - sagt: "Kuczewski ist eben Kuczewski!"

 

Und da hat er recht! Denn der Großmeister, wie ihn die Medien inzwischen nennen, muß sich nicht in buntbanalen Äußerlichkeiten als Künstler beweisen - Kuczewski   i s t   ein Künstler!

 

Apropos Äußerlichkeiten: Betrachten - nein, studieren - Sie einmal Hartmut Kuczewskis Gesicht - sein Antlitz.........................

 

Bei einer Atelier-Ausstellung im Hause Kuczewski in Heidenheim verehrte die Astrologin Th. B. dem Künstler ein über ihn erstelltes astrologisches Gutachten. Um das Gesamtbild der Kuczewski-Biographie abzurunden, bringe ich einige Auszüge:

 

Name:    Hartmut Kuczewski.

Herz:    Innen.

Persönlichkeit:  Außen.

Geboren:   31. Januar 1949.

Charakterfest, philosophisch, gutes Gedächtnis.

Zukunft: Sie haben Ihre Ziele erreicht. Wie ein neuer Komet am Himmel. Man wird von Ihnen noch viel Neues hören. Mit Recht glänzen Sie gern.

Planetenbeherrscher: Uranus und Wassermann.

Astrologisch:  Sonne und Löwe.

Sie sind Wassermanngeborener im Merkurjahr. Sie sind sehr aktiv. Sie sind gefühlvoll, neutral, begeisterungsfähig, stolz, feurig, klug, Künstlertyp, ehrlich, hart, unnachgiebig, familienlieb!
Sie lieben die Tiere und die Natur. Sie sind humorvoll, gesprächig und pflegen Freundschaften. Sie können treu sein, wenn es sich lohnt. Sie können auch träumen, bleiben aber auf der Erde. Sie sind stabil und arbeiten sehr gerne!

 

Ihre Farben:   Goldbraun, Gelb, Rot, Orange, Blau, Grau, Grün, Weiß, Violett, Schwarz, Purpur.

Metalle:   Gold, Blei, Aluminium, Platin, Zinn, Kupfer, Quecksilber.

Steine:    Diamant, Rubin, Kristall, Tigerauge, Türkis, Amethyst, Saphir, Mondstein, Opal.

Musik: Belebende marschartige Musikstücke. Romantische, zärtliche sentimentale Werke. Orgel, Geige, Cello, Harfe, Flöte.

 

Sie sind würdig, reserviert, selbstbeherrscht, intelligent, phantasiebegabt, opferbereit, ernst. Sie drücken Ihre Gedanken auf verschiedene Weise aus - Hang zu Ausgefallenem.

Sie können auch pessimistisch, enttäuscht und unnahbar sein. Gelegentlich sarkastisch und taktlos.

Sie sind schöpferisch und zäh. Setzen sich eigenwillig durch. Ausdauer und starker Wille. Mit Ehrgeiz, Strebsamkeit, Mut und Tatkraft erreichen Sie meistens Ihr Ziel.

 

Gesamturteil:

In der Jugend erlitten Sie Armut und mußten schon manche Arbeit verrichten.

Trotz Ruhm und Ehre in der Zukunft werden Sie nicht hart und kompromißlos.

Sieg und Niederlagen liegen dicht beieinander.

Sie haben es nicht leicht gehabt und müssen künftig achtgeben vor Anfeindungen und Heuchelei. Vor Geldverleihen und Verschenken.

Sie sind gutherzig.

Hüten Sie sich vor falschen Freunden, Schmeichlern und Schönrednern.

Gehen Sie Ihren Weg möglichst allein: Sie sind ein Einzelkämpfer!

 

1977

 

Professor Richard Förtisch,

ehemalige Kunstakademie - Bauhaus in Dessau:

 

Die Werke von Hartmut Kuczewski entstehen und bestehen aus der intellektuellen Trennung von Bewußtsein und Unbewußtem, welche eine Entwicklung des Bewußtwerdens zeigen.

 

Kuczewskis Werke öffnen unbekannte Dimensionen.

 

Sein Farben- und Formengefühl ist phänomenal!

In den Jahren 1976 bis 1980 arbeitete der junge Maler - umgeben von schlimmen privaten und finanziellen Sorgen - extrem willensstark an sich und seinen Werken.

 

Er mußte vorwärtskommen, besser werden - in seiner Kunst, in seinem Leben!

 

Sein Überlebenskampf in der Ehe, sein Ringen um Anerkennung - innen wie außen -, führte ihn an die Grenze der physischen und psychischen Belastung.

 

In diesen Jahren der Qual und Angst, aber auch der Reifung, malte und schrieb der junge Künstler sich seine Not von der Seele. Ausschließlich nachts schrieb der "Einsame" von 1976 bis 1980 über 2400 Seiten.

 

Auszüge:

 

Vom Tage meiner Geburt bis heute und bis zu meinem Tode

stehe ich mit der Realität auf dem Kriegsfuß!

 

Ich möchte von einer hohen Treppe in das Nichts springen,

erwarte dabei aber - daß es Nichts nicht gibt!

 

Mein Inneres ist ein Labyrinth,

in dem ständig unzählige Eilzüge in alle Richtungen rasen -

und doch stehe ich auf dem Bahnsteig und warte!

 

Ich bin unglaublich reich -

ich habe zwei sehende Augen und zwei arbeitende Hände!

 

Der Hintern findet immer Platz zum Ausruhen -

das Gehirn nie!

 

Ich stehe mit verschlossenen Augen vor dem Spiegel:

ich erkenne - ich bin ein Narr!

 

Das Schönste, das es für uns Menschen gibt,

ist, daß jeden Tag die Sonne aufgeht!

 

Die schönste Tätigkeit ist die Zärtlichkeit!

 

Wenn ein Wunschtraum,

ein unbewußter Harmoniewunsch Wirklichkeit wird

und Sonnenstrahlen die einsame und kalte Seele erwärmen

- wenn eine Sehnsucht anfängt, gestillt zu werden -,

dann entsteht - der gemeinen und grausamen Realität zum Trotz -

Liebe!

 

Die Realität ist so verschwommen

wie eine mißlungene Photographie -

bei deren Anblick die Augen schmerzen!

 

Es gibt Tage, wenn die zu Ende gehen,

glaube ich, alles geht zu Ende.

Ich weiß aber, daß nie alles zu Ende geht.

Es gibt immer einen neuen Anfang!

 

Oft lebe ich in dunkler Leere,

ich bin ein Greis - der hofft und wünscht - wieder jung zu werden!

 

Irgendwann grinst mein eigener Totenschädel

über die unzähligen und törichten Gedankenkriege,

die unter seiner Schädeldecke

sich immer wieder abquälten!

 

Ein stilles Genie

wird in Stille verhungern!

 

Ich will nichts versuchen -

sondern ich habe den eisernen Willen - es zu schaffen!

Ein denkender Landstreicher ist mir lieber

als ein hochintelligenter Generaldirektor!

 

Orden und Auszeichnungen - stolz auf die Brust geheftet -

sind wie ein paar dicke Schneeflocken -

die schnell wieder schmelzen!

 

Wenn meine Hände - gelenkt von meinem Geist -

Bildhaftes erschaffen,

spüre ich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

 

Meine künstlerische Arbeit

ist - bei aller Anstrengung von Geist und Körper -

eine große Lust, eine Freude, der nichts gleichzusetzen ist!

Kreativ zu schaffen, ist für mich ein fast ununterbrochener

geistiger Orgasmus, der sich in meiner Phantasie überschlägt!

 

Im Oktober 1980

nahm ein guter Engel

den schwer geprüften jungen Maler

an die Hand

und führte ihn

von Heidenheim nach Ulm.

Dort übernahm

ein "irdischer Engel" den Künstler

und heilte seine tiefen Wunden!

Obwohl das Schicksal Hartmut Kuczewski

niemals zu sehr verwöhnte

und sein Lebensweg bis heute - 2004 -

über "hohe Berge" und "tiefe Täler" führte,

mußte der Maler nie mehr so extrem leiden

wie in den langen Jahren

vor dem Herbst 1980